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22. April 2018

Zoll kämpft gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung: Durchsuchungen im Gastronomie- und Glücksspielgewerbe


Saarbrücken (ots) – Der Zoll hat am 19.09.2017 im Auftrag der Staatsanwaltschaft Saarbrücken insgesamt sechs Objekte (Wohn- und Geschäftsräume) im Regionalverband Saarbrücken wegen des Verdachts der Schwarzarbeit durchsucht.

Dabei konnten umfangreiche Beweismittel in Form von schriftlichen Unterlagen und digitalen Datenträgern sichergestellt werden. Aufgefunden wurden unter anderem Stundenaufzeichnungen der Beschäftigten, welche in einem extra präparierten Hohlraum hinter einer Deckenplatte versteckt waren.

Aufgrund der bisherigen Ermittlungen besteht der Verdacht, dass die 31-jährige Inhaberin mehrerer Gaststätten, Shisha-Cafés und Spielcasinos, Löhne schwarz an ihre Beschäftigten ausgezahlt und so Sozialversicherungsbeiträge vorenthalten hat.

Ins Blickfeld der Ermittler geriet die deutsche Staatsangehörige infolge aufgetretener Unregelmäßigkeiten anlässlich einer Prüfung ihrer Geschäftsunterlagen.

Unterstützt wurde die Maßnahme durch Bedienstete der Steuerfahndung Saarbrücken.

Die weiteren Ermittlungen werden im Auftrag der Staatsanwaltschaft Saarbrücken durch das Hauptzollamt Saarbrücken, Finanzkontrolle Schwarzarbeit, Standort Saarbrücken geführt.

Zusatzinformation:

Schwarzarbeitsbekämpfung

Kein Unternehmen, das seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ordnungsgemäß beschäftigt, kann mit Schwarzarbeitern konkurrieren. Mit seinem Einsatz gegen die Schwarzarbeit trägt der Zoll zur gerechten und korrekten Abführung der Abgaben, wie zum Beispiel den Sozialversicherungsbeiträgen, bei. Schwarzarbeiter und ihre Auftraggeber schädigen alle: Sie betrügen die Sozialversicherung, hinterziehen Steuern und gefährden Arbeitsplätze. Die Bekämpfung der Schwarzarbeit hat viele Facetten: Es gibt den Arbeitgeber, der seine Arbeiter nicht zur Sozialversicherung anmeldet, die Arbeitnehmerin, die ohne Steuerkarte arbeitet, den Ausländer, der ohne Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung arbeitet, den Arbeitsverleiher, der ohne Erlaubnis Arbeitskräfte illegal verleiht, die Arbeitslose, die Bezüge bezieht und nebenbei arbeitet und vieles andere mehr. Sie alle haben jedoch eines gemeinsam: Ihr Tun vernichtet dauerhaft legale Arbeitsplätze und erhöht damit die Arbeitslosigkeit, bringt den Staat um Steuern und die Sozialversicherungen um Beiträge. Das verursacht Wettbewerbsverzerrungen zu Lasten legal arbeitender Unternehmen und Arbeitnehmer, erhöht die Abgabenlast für die Solidargemeinschaft und trägt zur Ausbeutung illegal Beschäftigter bei. Dagegen ist der Zoll tagtäglich mit bundesweit rund 6.700 Beschäftigten im Einsatz.

Rückfragen bitte an:

Hauptzollamt Saarbrücken Pressesprecher Niklas Armbrust Telefon: 0681-501-6122 / 0172-6168780 E-Mail: presse.hza-saarbruecken@zoll.bund.de www.zoll.de

Original-Content von: Hauptzollamt Saarbrücken, übermittelt durch news aktuell

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